Stephan von Huene | Portrait Klaus Hegewisch
Das Gesamtwerk Stephan von Huenes: Kinetik- und Klangskulpturen, Skulpturen, Assemblagen, Zeichnungen
1679
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Portrait Klaus Hegewisch

Portrait Klaus Hegewisch, 2000
Portrait Klaus Hegewisch, 2000

Fotos: Christoph Irrgang

Portrait Klaus Hegewisch, 2000
Portrait Klaus Hegewisch, 2000

Portrait Klaus Hegewisch

2000

S 2000–1
Trommel, Videoprojektion, technische
Anlage, Lautsprecher (unvollendet)
166 x 102 x 260 cm

Nachlass Stephan von Huene

2000
Jan-Peter Gehrckens
2:54 min

Der Hamburger Kaufmann, lebenslange Segler und enthusiastische Kunstsammler Klaus Hegewisch (1919–2013) war ein Freund von Stephan von Huene und Petra Kipphoff von Huene. Als Stephan von Huene ihn fragte, ob er Interesse an einem Porträt von sich habe, an dem er selbst mitwirken könne, war er neugierig und erfreut.

Über eine Möglichkeit des Porträts jenseits des Bildes, der Skulptur oder des Fotos hatte Stephan von Huene schon länger nachgedacht. Seine Alternative zum konventionellen, statischen Abbild sollte auf mehreren Ebenen stattfinden und erfahrbar werden: visuell, akustisch, taktil – ein kinetisches Porträt.

(vgl. auch: „Die Rückkehr der Stochastiker“, in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene: Tune the World. Die Retrospektive, Ostfildern 2002, S. 222 f.)

In dem Porträt, das auch ein Selbstporträt ist, trägt Klaus Hegewisch ein Spottgedicht (von Karl Rode, Oberstleutnant zur See, um 1900) vor, in dem Kaiser Wilhelm II. und seine Familie an Bord seines Segelschiffs „Meteor V“ vorgestellt werden.

Zunächst sind nur die Fotos, die einem Bildband entnommen waren, im Takt des Vortrags von Hegewisch zu sehen. In einer zweiten Sequenz laufen Bild und Ton parallel. Hegewischs Charme und seine augenzwinkernde Rezitation des norddeutschen Gedichts zeigen, wie sich die Liebe zum Segeln und zur Marine mit einer ironischen Variante hanseatischen Traditionsbewusstseins verbinden können.