Stephan von Huene | 1999 – 2000
Das Gesamtwerk Stephan von Huenes: Kinetik- und Klangskulpturen, Skulpturen, Assemblagen, Zeichnungen
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1999 – 2000

Die Werke, die am Ende der 1990er Jahre entstanden sind, müssen retrospektiv als Spätwerk bezeichnet werden, weil mit ihnen das Œuvre in einer Zeit intensiver Projektplanung und -realisierung durch den Tod des Künstlers zu einem jähen Abschluss kam. Tatsächlich aber hatte von Huene in dieser Zeit technisch und künstlerisch ein breites Repertoire, das es ihm ermöglichte, im vollständigen Sinn des Begriffs „Multi-Media-Installationen“ zu bauen, über deren visuelle Möglichkeiten er souverän und frei verfügen konnte.

So konnte er mit Sirenen Low im wörtlichen wie metaphorischen Sinn raumgreifender und vielschichtiger arbeiten als in früheren Werken. Nicht nur waren die Sirenen und andere Mischwesen schon in den Zeichnungen ab 1961 präsent, sondern von Huene greift auch thematisch mit den Versen des Homer sowie projizierten Abbildungen von Kunstwerken der Antike und der Renaissance weit in die kulturgeschichtliche Vergangenheit aus. Zugleich gelingt es ihm, mit den Mitteln computergesteuerter Klangerzeugung und -modifikation die historischen Inhalte zu aktualisieren und mit einem heutigen Bild- und Klangautomaten zu verlebendigen.